Workshop-Premiere an der SHG (Dezember 2019)

Am 10. Dezember hat uns die NADA, die nationale Doping Agentur besucht. Die beiden jungen Mitarbeiter Denise Möller und René Garbsch hatten uns einen spannenden Exkurs zum Thema Doping mitgebracht. Sie sind auch selbst im (Leistungs-)Sport tätig und standen unseren Fragen Rede und Antwort. Die NADA ist sozusagen der deutsche Repräsentant und Vermittler der internationalen Doping Agentur (WADA). Abwechselnd wurden uns Informationen mittels einer PowerPoint-Präsentation geliefert und wir haben dazu Aufgaben erledigt, die anschließend im Plenum besprochen wurden.

Schwerpunkt dieses Doping-Exkurses war die eigene Ernährung. Wir haben Langzeit-Essenspläne von Sportlern untersucht und versucht, diese mit dem neu erworbenen und dem vorhandenen Wissen aus dem Sportunterricht zu verbessern. Ziel war es dabei, zugunsten einer gesunden Ernährung auf Nahrungsergänzungsmittel zu verzichten, da diese ohnehin weniger effizient sind als eine ausgewogene Ernährung. Für Sportler ist dabei besonders zu beachten, dass viele Nahrungsergänzungsmittel Stoffe enthalten, die nicht im Leistungssport zugelassen sind.

Gegen Ende des Tages wurde dann zum Doping selbst übergegangen. Die App der NADA wurde uns vorgestellt: Dort können wir alle nicht zugelassenen Stoffe finden und erfahren, was diese im Körper bewirken und in welchen Produkten sie enthalten sind. Abschließend wurde uns mit einem emotionalen Film vor Augen geführt, was Doping - spätestens wenn es an die Öffentlichkeit gelangt - mit einer Sportlerkarriere anstellen kann. Ein Ex-Radsportler erzählt darin, wie es bei ihm zum Doping kam und dass es den Sport für ihn endgültig zerstört hat. In diesem Teil des Workshops wurde vermehrt die Medienwirkung sowie Kommerzialisierung des Sports und der damit verbundene Erfolgsdruck thematisiert und kritisiert.

Rückblickend kann ich von einem interessanten und vor allem vielseitigen Tag mit hoher Beteiligung seitens der Schülerinnen und Schüler des Sportprofils sprechen. Mit uns wurde die Dopingproblematik nochmals vertieft und wir erfuhren alles aus erster Hand und von echten Sportlern. Uns wurden zahlreiche Informationen geboten und nahegebracht, die auch für das eigene Leben relevant sein werden.

Marvin, Q2d

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